Magenspiegelung (Gastroskopie)

Wie ist die Vorbereitung auf eine Magenspiegelung?

Etwa sechs Stunden vor der Untersuchung darf der zu Untersuchende nichts essen oder trinken.Für die routinemäße Einnahme von Medikamenten sollte vorher Rücksprache mit dem untersuchenden Arzt erfolgen.

Wann sollte eine Magenspiegelung durchgeführt werden?

Eine Magenspiegelung würde man in folgenden Situationen empfehlen:

  • bei anhaltenden Oberbauchbeschwerden (Bauchschmerzen)
  • bei Verdacht auf ein Magengeschwür
  • bei wiederkehrendem oder anhaltendem Sodbrennen
  • bei Schluckbeschwerden
  • bei unklaren Durchfällen
  • bei Verdacht auf Magen- oder SpeiseröhrenkarzinomWie ist die Vorbereitung für eine Magenspiegelung?Etwa sechs Stunden vor der Untersuchung darf der zu Untersuchende nichts essen oder trinken.Für die routinegemäße Einnahme von Medikamenten sollte vorher Rücksprache mit dem untersuchenden Arzt erfolgen.

Wie ist der Ablauf der Magenspiegelung?

Vor Beginn der Untersuchung erhält der Patient einen Aufklärungs- und Einwilligungsbogen,
auf dem er schriftlich seine Zustimmung zur Untersuchung geben muss.

Da manchmal die Magenspiegelung als unangenehm empfunden werden kann, wird meistens
eine Beruhigungsspritze oder eine örtliche Rachenbetäubung oder eine Kombination aus beiden durchgeführt.

Das sehr kurz wirksame Narkosemittel Propofol, manchmal auch in Kombination mit dem kurz wirksamen Beruhigungsmittel Midazolam, wird über den Venenzugang vor der Untersuchung gespritzt und dessen ausreichende Wirkung abgewartet.  Nach einer solchen Beruhigungsspritze müssen die Patienten nach der Untersuchung noch einige Zeit liegen bleiben. Darüber hinaus dürfen sie mindestens am Untersuchungstag nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Man sollte sich nach der Untersuchung von seinen Angehörigen abholen und nach Hause bringen lassen.

Eine andere Möglichkeit ist, dass der Rachenraum örtlich betäubt wird, um den Würgereiz zu mindern. Auch mit dieser örtlichen Betäubung ist anschließend die Untersuchung problemlos möglich. Die örtliche Betäubung hat den Vorteil, dass die Patienten die Praxis nach der Untersuchung sofort wieder verlassen können. Bis die Betäubung abgeklungen ist, besteht das Risiko, beim Essen und Trinken Speisereste in die Lunge einzuatmen, da das Gefühl im Rachenraum noch nicht wieder vollständig da ist. Solange darf deshalb keine Nahrung aufgenommen werden.

Nach ausreichender örtlicher Betäubung oder Narkose wird dann der dünne Schlauch des Untersuchungsgerätes (Gastroskop) unter Sicht über den Rachenraum, die Speiseröhre, den Magen bis in den Zwölffingerdarm vorgeschoben.

Dabei können diese Bereiche über die Videooptik auf einem Bildschirm betrachtet werden. Während der Untersuchung ist es auch möglich, schmerzfrei kleine Gewebeproben aus der Magenschleimhaut zu entnehmen, die anschließend mikroskopisch untersucht werden. Darüber hinaus kann man Proben zum Nachweis von Heicobacter pylorii entnehmen, einem Keim, der für die meisten Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre verantwortlich ist.

Während der Untersuchung wird der Herzschlag und die Sauerstoffkonzentration im Blut kontinuierlich überwacht.

Je nach Befund können regelmäßig Kontrollgastroskopien erforderlich sein.

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